[Aktion] Let's Read // Die Sturmjäger von Aradon - Feenlicht


Let's Read ist eine Aktion, veranstaltet von der Alltagsheldin und Lisa, bei der gemeinsam ein Buch gelesen wird. Gelesen wird hierbei in zuvor bestimmten Abschnitten über einen bestimmten Zeitraum. Es wird gelesen:

Titel: Die Sturmjäger von Aradon - Feenlicht
Reihe: Die Sturmjäger von Aradon #1
Autor: Jenny-Mai Nguyen
Release: 07.09.09
Verlag: cbj
ISBN 978-3570160336

Inhalt

Der Handel mit Lirium, dem Zauber der Berge, Wälder und Flüsse, hat die Menschen von Aradon reich gemacht. Mit Lirium bringen sie das Zwergenvolk um ihr Gold, knechten die Trolle und umwerben die Feen. Doch jetzt droht Aradon ein magischer Krieg. Das Alte Volk, einst Herrscher über alle Völker der Erde, hat fünf Dämonen auserwählt, um die Menschen für ihren Missbrauch der Magie zu bestrafen. Im Auftrag der Magier bricht die Sturmjägerin Hel auf, die Auserwählten aufzuhalten. Bis einer der Dämonen ihr das Leben rettet und sie vor eine schreckliche Entscheidung stellt: zwischen dem Hass auf ihren Feind und ihrer Liebe zu ihm.

Leseverhalten // 3 Kapitel pro Tag // Update

06.05. - Der Prolog - Der Sand
Und los geht's mit dem Let's Read! Der Prolog und die ersten zwei Kapitel umfassen rund 30 Seiten. Wie bei allen Romanen von Jenny-Mai Nguyen, lesen die sich ruck zuck weg, weil ihr Schreibstil einfach unglaublich sanft fließend ist. Nicht umsonst ist sie eine meiner liebsten Autoren!

Der Prolog spielt ungefähr neun Jahre vor der Hauptgeschichte. Es ist der Moment, indem Kapitän Gharra sein Kontingent an Trollen aufstockt und sich ein Menschenkind andrehen lässt. Doch Hel ist kein gewöhnlicher Mensch, denn während ihr rechtes Auge normal ist, verfügt ihr Linkes über die sogenannte doppelte Sicht. Hiermit sieht sie die Welt in einer ganz anderen Form. In Lichtern zeigt sich ihr das Leben, durch Fels, Holz hindurch, bei Tag und bei Nacht.

Neun Jahre nach diesem schicksalhaften Kauf des Kapitäns ist aus dem Menschenkind eine junge Frau geworden, welche über das Deck des Flugschiffes Schwalbe rennt und nach Lirium ausschau hält - die Essenz der Magie in dieser Welt. Wir lernen einen Teil der Besatzung der Schwalbe kennen, ebenso wie den - mittlerweile recht gebrechlichen - Kapitän Gharra und seinem Pixie Tix. Gharra berichtet Hel, dass er sie in seinem Nachlass als Kapitänin der Schwalbe angegeben hat, sollte er sterben. Das Kapitel endet damit, dass das Schiff einer schweren Erschütterung ausgesetzt ist - verursacht durch einen Sturm, voll mit Lirium.

Ich bin direkt begeistert von der Geschichte. Die Charaktere sind zauberhaft und die Umgebung bildhaft beschrieben, sodass man direkt ins Geschehen gezogen wird. Ich liebe den Einfallsreichtum der Autorin. Keiner ihrer Romane gleicht dem anderen und auch hier hat sie was vollkommen eigenes geschaffen. Man bekommt direkt lust, mit auf der Schwalbe zu fliegen/fahren und Sandwurm-Zwiebel-Suppe zu schlürfen. Mir gefällt der raue Umgang innerhalb der Mannschaft. Schade, dass es da grad ein wenig ungemütlich ist..

07.05. - Schatten - Der Händler
Tag 2 vom Let's Read mit EllenLisa und Jacy!
Viel geschehen ist in diesem Part allerdings nicht. Hel wird aus den Trümmern der Schwalbe gerettet, von einem ihr unbekannten Kerl. Allgemein scheint er auch gar nicht aus der Gegend zu sein, da er sich seltsam ausdrückt und verhält. Doch immerhin bietet er ihr bereitwillig Nahrung und Wasser an, und als es Hel besser geht, machen sie sich zusammen auf den Weg nach Har'punaptra.

Ja, schade, das war es dann wohl mit dem Flugschiff. Dabei hatten wir da so viel Freude dran. Na, ich denke aber mal, dass wir bestimmt noch mal in den Genuss kommen werden, auf solch ein Schiff zu reisen. Die Sache ist einfach zu cool, um sie nicht noch mal aufzugreifen!

Den Fiebertraum in den Hel danach verfiel, fand ich seltsam, sehr skurril. Auch ihnen derzeitigen Begleiter - der, der sein Namen nicht nannte - ist noch ein großes Mysterium. Es scheint, als würde er von weit weg kommen. Wo die Menschen vielleicht moralisch nicht so verdorben waren. Zumindest kommt es mir so vor, da er ungewöhnlich hilfsbereit ist und Sklavenhandel wohl auch nicht live gewohnt war/ist. Mal schauen was da noch kommt.

08.05. - Durch die Wüste - Letzte Stunden
Unsere Protagonistin Hel und ihr wortkarger namenloser Begleiter sind noch immer auf den Weg in die Zwergenstadt Har'punaptra. Zwischendurch treffen sie auf eine Windige Stadt und beschließen sich dort mit Proviant einzudenken. Dort bricht plötzlich die Hölle los. Alles Lirium der Stadt scheint sich gegen die Menschen zu stellen. Hel und dem Jungen bleibt nur die Flucht.

Irgendwie ist wieder nicht viel passiert. Oder ich habe nur das Gefühl, als würde nichts passieren, weil der Kerl einfach nicht kooperiert was den gegenseitigen Austausch der Lebensgeschichte angeht. Allerdings bekommen man so langsam immer mehr von ihm mit - er scheint ja magisch sehr aktiv zu sein. Ich vermute ja, dass er das Lirium vielleicht nicht so direkt sehen kann wie Hel, aber es auf jeden fall irgendwie wahr nimmt und es für sich nutzen kann.

Auch interessant wäre zu wissen, wie es an das Wasser aus dem trockenen Wüstenboden kommt. Oder an der Münze (es sah zumindest so aus, als hätte er sie sich hergezaubert). So ein Lymaerus hätte ich ja auch gern. Scheint ein sehr schnelles Fortbewegungsmittel zu sein und irgendwie auch aufregend!

Aber Hel ist natürlich auch nicht ganz ohne. Kann sie sich etwa wirklich selbst heilen? Und dann auch noch ohne davon zu wissen? Nein mein .. sowas wüsste man doch, oder nicht? Muss ja jetz kein Beinbruch sein - reicht ja auch schon ein Papierschnitt oder ne Verbrennung beim Kochen.. Mal sehen, mal sehen.

Auch sehen solltet ihr was EllenLisa und Jacy zu ihren Leseabschnitten sagen ;)

09.05. - Har'punaptra - Auf der Taube
Unsere zwei Reisende erreichen Har'punaptra. In einer Seitengasse taucht plötzlich eine fremde Frau auf. Sie scheint eine Bekannte des Jungen zu sein. Die zwei unterhalten sich teilweise in einer unbekannten Sprache - aber auch sonst, kann Hel dem Gespräch nicht folgen. Doch zumindest hört sie heraus, dass der Junge Mercurin heißt. Kurz darauf verzieht er sich. Zurück im Getümmel der Stadt trifft Hel auf Nova, Sohn von Kapitän Nord der Taube. Er bietet ihr an, mit der Taube nach Aradon zu fliegen, damit sie dort mit der Magierschaft über den rätselhaften Absturz der Schwalbe reden kann. Ebenfalls mit an Board ist die Tochter des Magiers von Har'punaptra, Aricaa. Sie wird in Aradon ihre Ausbildung antreten.

Yes, zurück auf einem Flugschiff! Wir waren uns ja einig, dass wir großen Spaß auf der Schwalbe gehabt hätten. Nun bekommen wir dafür die Taube. Auch hier herrscht dieser raue Umgangston und die ungezwungene Gelassenheit die ich so sympatisch fand :D

Leider mussten wir uns dafür von Mercurin verabschieden. Naja auch nicht wirklich .. er ist einfach gegangen. Aber so wenig wie wir über ihn wissen, gehe ich sehr stark davon aus, dass er wieder auftauchen wird. Die Trauer ist also nicht ganz so groß. Und immerhin ist ja Nova da. Der scheint so ziemlich das Gegenteil von Mercurin zu sein. Hoffentlich bahnt sich da später kein Liebesdreieck an.

So wie Lisa, denke auch ich, dass die Geschichte jetzt erst richtig los geht. Spätestens mit dem Auftauchen dieser Unbekannten, ist ja klar, dass Mercurin noch viel mehr zu verbergen hat, als es den Anschein machte. Hoffentlich ist das nichts, was Hel irgendwie schaden könnte. Von seinen letzten Worten ihr gegenüber ausgehend, könnte man aber schon auf die Idee kommen, dass er sich gerade deswegen von ihr entfernt hat.

10.05. - Karat - Aradon
Karat - aus dem gleichnamigen Kapitel - ist ein Söldner, welchen es nach den Vorkommnissen in der Windigen Stadt, wo auch Hel und Mercurin zugegen waren, nach Har'punaptra verschlug. Hier engekommen erfährt er in seiner Unterkunft mit dem zweifelhaften Ruf, dass sich die Isen von einem aufkommenden Unheil erzählen. Kurz darauf bricht eine Wasserzufuhr der Stadt und überschwemmt die äußeren Ringe.

Davon bekommt Hel nicht mit. Sie befindet sich noch immer auf der Taube und muss sich Nova Versuchen Aricaa's Zuneigung zu gewinnen antun. Nach einer Woche der Bemühungen und Gharra's Pixie Tix als Geschenk, ist die Liebe zwischen den beiden ekelerregend offensichtlich. Hel ist nicht eifersüchtig - zumindest redet sie sic das ein. Als sie Aradon erreichen bleibt den Liebenden nur der Briefkontakt, da Aricaa's Ausbildung beginnt. Hel wird von der Magierschaft eingeladen, das Geschehen mit der Schwalbe vor dem Rat vorzutragen.

Nova ist ja .. eine kleine Nervensäge. Ich werde aus ihm nicht schlau. Mal ist er zuvorkommend, dann wieder unverschämt. Ich hoffe Hel ist wirklich nicht in ihn verliebt. Er und seine Eitelkeit würden ihr nicht gut tun. Obwohl er natürlich ein Schiff hat, aber das sollte nicht Grund genug sein.

Die Beziehung zwischen ihm und Aricaa finde ich auch sehr merkwürdig. Er als Frauenheld und sie als kleine verwöhnte Magierin - als hätten sie sich gesucht und gefunden. Zum Ende hin schien die Beziehung aber nicht mehr so zu funktionieren. Ich habe nicht ganz verstanden wieso. War Nova genervt? Oder hatte Aricaa kein Bock mehr? Da Hel sich da auch nicht einmischen wollte, muss ich wohl auf meine Antwort noch warten..

Ich bin auch gespannt was mit Karat noch so passiert. Da haben wir ja bisher nicht viel mitbekommen. Genauso wie diese seltsamen "Zwischenzeit" Kapitel. Ich bin zu dumm um sowas zu deuten.. Vielleicht wissen ja EllenLisa oder Jacy etwas damit anzufangen?

11.05. - Magier - Moia
Die Versammlung von Magierschaft und allen Mannschaften der übrig gebliebenen Schiffe wurde einberufen. Der Vorsitz teilte mit, dass nun mehr fünf Schiffe abgestürzt sind und nur Hel als einzige überlebt hat. Außerdem wird die Liga der Sturmjäger bis auf Weiteres aufgelöst. Unruhen brechen aus. Nachdem der Saal geleert ist, wird Hel eröffnet, dass sie zusammen mit dem Magier Olowain nach Moia reisen soll, um dort einen Isischen Spion zu treffen. Die Magierschaft geht bei den Geschehnissen entweder von einem Dämon oder von einem Aufstand der Isen aus.

Nova, der das Ganze heimlich belauscht hatte, bietet sein Schiff und Crew an, um nach Moia zu gelangen. Später, auf Hel's Zimmer, gesteht er ihr, dass er vor der Verlobung mit Aricaa fliegen will und sie sich deswegen gegenseitig unterstützen würden, indem sie nach Moia fliegen. Hel ist stinksauer, kann ihm aber nicht lange böse sein. Am nächsten Morgen ist das Schiff startklar. Mit zu den Gefährten zählt allerdings auch die Zwergin Harlem.

Ziemlich blöd, dass diese Sache einfach über Hel's Kopf hinweg entschieden wurde. Das gehört sich so aber nicht. Allerdings muss man auch dazu sagen: Was hätte Hel sonst gemacht? Abwarten bis sie irgendwelche Informationen erreichen? Die Alternative zu ihrem Abenteuer ist also auch nicht so geil. Und habt ihr mitbekommen, dass Hel glaubte eine Gestalt auszumachen am Hafen? Ob das wohl Mercurin ist? Und er wird doch hoffentlich nicht dieser besagte Dämon sein..

Nova hat mich schon wieder ziemlich aufgeregt. War ja klar, dass er sein Schiff nicht aus reiner Nächstenliebe anbietet. Es musste ja ein Hintergedanken geben. Und dann auch noch die arme Aricaa (vermutlich ohne ein Wort) zurück zu lassen? So nervig sie auch ist mit ihren Liebenbriefen - DAS gehört sich auch nicht.

Jetzt gehts erstmal los nach Moia! 

12.05. - Die Träume des Schakals - Wrauden
Die Gefährten machen sich auf den Weg nach Moia, wo sie auf ihren Mittelsmann treffen und von dort aus auf katzenähnlichen Wesen nach Pellinar reisen. Hier beziehen sie ein paar schäbige Zimmer einer Unterkunft.
Währenddessen hat Karat - der Söldner - den Entschluss gefasst, diesen ominösen Dämon zu finden und zu töten.

Puh, ja. Ich muss Lisa ja schon zustimmen. Viel passiert ist nicht in diesem Abschnitt und irgendwie bin ich auch grad ein wenig gelangweilt von der Geschichte. Ich hoffe bald gibt es mal mehr Aktion!

13.05. - Spur des Todes - Der Weg in die Nacht
In Pellinar trifft sich der Informant der Gruppe - Kelda - mit einer Isin. Hel soll ihn begleiten, um mit ihrer zweiten Sicht einen möglichen Hinterhalt im Vorfeld zu entdecken. Die Isin erzählt, dass sich Mutter Meer - die Anführerin der Rebellion der Isen - in Naruhl aufhalten soll - ein Ort, von dem niemand genau weiß wo er liegt. Dennoch machen sich die Gefährten auf dem Weg Richtung Nordwesten. Ein paar Tage später, in einem anderen Ort, werden sie während ihrer Nachtruhe in einer Herberge aus dem Schlaf gerissen. Ein paar Männer zerren Kalda aus den Raum. Als die Gruppe dann draußen steht, sieht sie warum alle in Aufregung sind: Das Dorf steht in Flammen.
Karat - der Söldner - ist noch immer dem Dämon hinterher und verfolgt seine Spur der Verwüstung durch jedes zerstörte Dorf.

An dieser Stelle ist vielleicht eine kurze Erklärung nötig: Die Isen sind ein Volk, die von einer Insel im südlichen Meer stammen, welche praktischerweise auch Isen heißt. Sie haben immer friedlich auf ihrer Insel gelebt, bis sie vor zwanzig Jahren als Soldaten für die Armee Moia's angeheuert wurden, damit diese den Krieg gegen ... Luhra (oder so?) gewinnen konnte. Danach waren sie nichts weiter als Sklaven - wurden so behandelt und lebten auch so. Als Lirium immer seltener ,wertvoller und auch teurer wurde, beschloss die Magierschaft, dass an Isen kein Lirium mehr ausgegeben werden soll. Es kommt zum Aufstand. Außerdem beschuldigt die Magierschaft nun das Volk der Isen, die Schiffe abgefeuert und Dörfer vernichtet zu haben. Kalda ist ein Ise, weswegen die Bewohner ihn natürlich die Schuld an dem Geschehen in der Stadt geben.

Ich für meinen Teil habe mich in diesem Abschnitt besser unterhalten gefühlt. Nun gibt es auch wieder ein wenig Aktion! Und Hel hat auch endlich mal wieder ein paar Gedanken an Mercurin verschwendet. Ich bin ja immer noch gespannt, wann der Gute mal wieder auftauchen wird. Hoffentlich bald!

Was gerade alles im Lebendigen Land vor sich geht im allgemeinen, ist echt nicht schön. Gezielter Hass auf ein  bestimmtes Volk ist nicht gut. Ich frage mich, wie sich das noch auflösen wird, denn dass es ein Dämon gibt, wissen wir, da diese "Zwischenzeit" Kapitel von ihm handeln, denke ich. Die Frage ist also, was geht mit den Isen ab? Bisher habe ich noch keine Ahnung, wohin uns unser Weg führen wird.

14.05. - Das Dorf - Die Kunst der Zwerge
Unsere Gefährten konnten - relativ - unverletzt Pellinar verlassen und sind mal wieder auf den Weg quer durchs Land, auf der Suche nach der Stadt Naruhl. Es heißt, dass die Stadt komplett tot sei, weswegen Hel mit ihrer zweiten Sicht ausschau hält, nach Städten ohne Leben. Irgendwann fanden sie auch eins, trafen dort aber nur auf tote Bewohner - äußerlich unverletzt. Auch das Land war tot. In dem Dorf taucht plötzlich der König der Zwerge mit ein paar Wachen auf. Sie durchsteifen das Land auf der Suche nach Überlebenden, da sie schon mehrere Dörfer so vorgefunden haben.

Die Gruppe beschließt in die Zwergenhauptstadt zu reisen und dort die Überlebenden zu befragen. Diese erzählen von einen Dämon in Gestalt eines Kindes, dass den Tod brachte. Es saugt - so sagen sie - das Leben aus allem. Hel befürchtet, dass hier von Mercurin die Rede sei.

Ich möchte an dieser Stelle die liebe Lisa zitieren: "Wenn dann mal etwas passiert, wird das verhältnismäßig sehr kurz und abgespeckt erzählt, währenddessen andere Sachverhalte Ellenlang beschrieben werden." Sehe ich auch so! Interessant für mich in diesem Abschnitt war das tote Dorf und die Erzählungen der Überlebenden. Eventuell noch Hel's Reaktion auf letzterem. Das kam für mich zu kurz. Währenddessen eher uninteressant: der Mittagstisch der Zwerge und das Gespräch über die Herangehensweise der Magierschaft zwischen Olowain und König Moradin. Beides wurde detailliert bzw ausschweifend erzählt.

Dennoch bin ich ganz froh, dass jetzt langsam mal ein paar Fakten zusammen getragen werden. Die Verwüstungen der Dörfer werden also von einem Dämon in Gestalt eines Kindes verursacht. Das ist doch schon mal was. Wobei ich hier hoffe, dass es sich nicht um Mercurin handelt. Auch wenn zurzeit alles dafür spricht. Aber wäre es nicht zu offensichtlich? Vor allem, da wir erst (ungefähr) beim ersten Drittel der Geschichte sind (von beiden Bänden)?

Dann ist natürlich noch die Sache mit der Rebellion der Isen und Mutter Meer. Haben wir hier also zwei Brandherde? Auch wenn es grad nicht so aufregend ist, bin ich dennoch gespannt, wie sich am Ende alles zusammenfügen wird - wenn überhaupt.

15.05. - Träume - Nach Westen
Nach dem Mittagstisch beim König der Zwerge bringt Harlem sie in ein Restaurant, welches Gerichte der Menschen kocht. Dort probieren sie auch Pfeifenkraut der Isen aus und Hel ist sich am nächsten Morgen nicht mehr so sicher, ob sie wirklich die Nacht in Nova's Armen geschlafen und ihm von Mercurin erzählt hat.

Trotz der Aussagen der Überlebenden, dass es sich um einen Dämon handelt, möchte Olowain an ihren ursprünglichen Plan festhalten und Naruhl finden. Die Gruppe macht sich wieder auf den Weg. Unterwegs finden sie in einem Teich Knochen mehrere Trolle - kurz darauf einen aufgeschlitzten, verwesenden Troll. Sie sind sich sicher, dass irgendwas faul ist. Und prompt werden sie von einen - lebenden - Troll angegriffen. Mit Mühe und Not gelingt ihnen die Flucht.

Verhältnismäßig aufregend war der heutige Teil. Unsere Protagonistin stand unter Drogen und hatte immer mal wieder großen Spaß mit Nova - nicht was ihr Ferkels jetzt denkt - wodurch man als Leser auch oft schmunzeln musste. Und dann wurde es ziemlich spuky - mit den Knochen im Teich, in dem sie sich gewaschen etc haben und dann auch noch die Flucht vor dem Troll. Puh. Da war alles dabei!

Leider weiß ich immer noch nicht, wohin uns die Reise führen wird und was überhaupt mit Olowain los is. Der scheint seltsam anwesend zu wirken. Sicher hat er irgendwelche geheimen Pläne, die er den anderen aber noch nicht mitteilen möchte .. oder darf.

16.05. - Erscheinungen und Stimmen - Wiedersehen
Karat taumelt durch's Land und trifft in einem Dorf auf den Dämon. Er sieht mit eigenen Augen, zu was der Dämon fähig ist. Mühsam verfolgt er ihn weiter.


Auch die Gefährten kämpfen sich weiter vor, auch wenn Hel sich nicht sicher ist, ob sie die richtige Richtung einschlagen. Auf einer Anhöhe überblickt sie das Land und riet den Kurs nach Südosten zu wenden. Sie gelangen zu den Verwunschenen Wäldern. Eine eilige Feder erreicht die Gruppe mit der Nachricht, dass der Aufstand der Isen vor den Toren Aradons steht. Olowain beschließt zurückzugehen. Hel ist dagegen, da sie doch den Dämon suchen und nicht einfach nur einen Sündenbock. Kurz darauf zeigt sich dieser Dämon und entzieht dem Land das Leben. Auch Mercurin ist da und bekämpft ihn, doch ist es Karat, der zum letzten Schlag ausholt und den Dämon tötet.


Man bekommt beim Lesen den Eindruck, als würde man an der Geschichte gar nicht teilhaben. Vom eigentlichen Geschehen bekommen wir nicht mit - also von der Rebellion der Isen. Wir erfahren alles nur so nebenbei, wenn Hel und ihre Gruppe mal drüber stolpern. Wie in dem Kriegsfilm Jarhead, ohne Krieg - weswegen ich ihn tatsächlich sehr mag ^^

Das Mercurin wieder da ist, gefällt mir. Wird aber auch Zeit! Ich habe eh nicht gedacht, dass er der Dämon ist, von dem alle reden. Das hätte einfach nicht gepasst. Und Tix .. naja .. Tix ist eher der Jar Jar Binks in diesem Buch.

Bis auf die Szene mit Karat - die ich immer sterbenslangweilig finde - haben mir die Kapitel ziemlich gut gefallen. Man hat erkannt, dass Olowain - auch wenn er sich immer so neutral gibt - doch magiertypische Vorurteile gegenüber den Isen hat und Kalda eben doch nicht wirklich vertraut. Die Magier allgemein finde ich ja allgemein ziemlich assi. Wie so eine Sekte kommen sie mir vor.

Jetzt bin ich aber erstmal gespannt auf den nächsten Part! Die Jacy ist noch nicht so weit, aber bei  Ellen und Lisa gibt es auch schon einen Kommentar zu diesem hier.

17.05. - Der Dämon - Totenlichter
Der Dämon ist tot, von Karat erstochen - doch das Licht des Dämon's wandert in Karat, welcher verletzt flieht. Mercurin droht Hel sie zu töten, wenn sie ihn nochmal behindert und verfolgt Karat. Hel selbst ist am Ende. Sie versteht nicht, was mit Mercurin geschehen ist, dass er so auf sie reagiert. Der Weg zurück nach Moia bekommt sie nur passiv mit.


Karat konnte Mercurin entkommen, fällt jedoch in Ohnmacht. Als er wieder erwacht, befindet er sich an einem ihm unbekannten Ort. Nämlich in Naruhl. Vor ihm steht Mutter Meer. Als sich eine Heilerin um seine Wunden kümmern soll, stellen sie mit überraschen fest, dass sich seine Wunde schon geschlossen hat.



Die Gruppe reist weiter nach Aradon und Olowain bekommt Gelegenheit in seinem ominösen Schrank, der die ganze Zeit auf der Taube lagerte, nach einer Lösung der Problems Dämonen zu suchen. Er kommt zu dem Entschluss, dass es sich bei den Dämonen (das KIND und Mercurin) um die vier Druiden handelt muss (den Teil habe ich leider nicht ganz verstanden, aber sie sind wohl sehr alt .. nur ein Mythos eigentlich .. vielleicht die ersten Lebewesen .. oder so?). Hel soll sich erneut auf den Weg machen, nicht nur wegen ihrer zweiten Sicht, sondern weil sie als einzige weiß, wie Mercurin aussieht.


Ich finde die Geschichte grad tatsächlich ziemlich interessant - nachdem es ja so eine lange Durststrecke gab. Ich finde es nur seltsam, dass Hel einfach alles so hinnimmt. Dass Mercurin ein Dämon sein soll, hinterfragt sie nicht. Dass sie erneut aufbrechen und auf Dämonenjagd gehen soll, macht sie einfach. Aber vielleicht ist sie halt einfach so.

Der Rückweg kam einem natürlich ziemlich kurz vor. Allerdings denke ich, dass das auch daran liegt, dass Hel ihn nicht wirklich wahrgenommen hat. Sie bewegte sich einfach nur voran, ohne auf ihre Umgebung zu achten, wie in Trance.

Auch um Karat wird es jetzt spannender. Es scheint als wäre die Magie oder die Kräfte oder was auch immer, vom Dämon in ihn gefahren, als er ihn tötete. Vorher konnte er sich sicher nicht selbst heilen. Und wir wissen endlich auch, dass es Mutter Meer und Naruhl tatsächlich gibt! Ich hab allerdings nicht ganz verstanden, wie Mutter Meer und ihre Anhänger zu der Magierschaft stehen. Gehören sie ebenso zu den aufrührerischen Rebellen? Manchmal habe ich wohl nicht ganz so aufmerksam gelesen..

18.05. - Krieg - Epilog
In der Magierschaft wird eine Versammlung einberufen, in der die letzten Ereignisse gewertet werden. Es gehen eilige Federn in das Alte Reich hinaus, mit der Nachricht, dass die Dämonen ausgeliefert werden sollen, ansonsten kommt es zum Krieg.

Davon erfahren hat dann auch Mutter Meer, ihre Verbündeten und Karat. Ebenso wie die Tatsache, dass die Isen beginnen sich gegenseitig zu bekämpfen. Sie kämpfen um die Herrschaft der Städte, sobald sie dann eingenommen sind. Ein Umstand der Mutter Meer gar nicht gefällt und nach Taten verlangt. Karat schließ sich ihr jedoch nicht an. Er vertraut nicht auf ihre blumige Weltsicht, sondern folgt den Stimmen in seinem Kopf, die ihm sagen, dass es vier Dämonen gibt, deren Herzen vereint werden sollen. Er muss die anderen Drei töten.

Das war dann das Ende! Von Band Eins. Was mir hier besonders gefallen hat, war das letzte Gespräch zwischen Hel und Nova. Hier wurden noch mal alle Fakten zu den Dämonen, der Rebellion der Isen und dem Krieg mit dem Alten Reich aufgegriffen und von den beiden beurteilt. Wenn ich mir dann irgendwann mal Band Zwei schnappe, werde ich mir das auf jeden Fall noch mal durchlesen.

Abgesehen davon, waren die letzten Kapitel mal wieder relativ unspektakulär. Gut, wir haben mitbekommen, dass auch Mutter Meer nun in die Gänge kommt und dass Karat den seltsamen Stimmen nachgibt und nun auf Dämonenjagd geht. Selbiges werden dann übrigens auch unsere Gefährten machen.

Nichtsdestotrotz ist der Teil - sowie das gesamte Buch - sehr durchwachsen. Ich bin mir noch nicht ganz sicher wie die Rezension ausfallen wird.

Und wer liest mit?

Ellen von Papierwelten
Lisa von Lisas und Lauras Leseliebe
Jacy von Bücher-Welten