[Rezension] This is not a Love Story (Holly Bourne)

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Titel: This is not a love story
Originaltitel: Soulmates
Autor: Holly Bourne
Verlag: dtv
Veröffentlichung: 01. April 2014
Seiten: 512
Kosten: 9,99 €
Genre: Romance, Young Adult
Leseprobe?

Challenge: 5x5 Themen

Kurzbeschreibung:
An die wahre Liebe oder gar an Seelenverwandtschaft hat die 17-jährige Penny nie geglaubt. Bis sie eines Abends bei einem Konzertbesuch auf Noah trifft. Wie ein Magnet fühlt sie sich von ihm angezogen - und Noah geht es anscheinend nicht anders. Sie spürt die gewaltige Kraft der Gefühle und lässt Noah doch mit dem ihr eigenen Sarkasmus abblitzen. Erst als sie sich ein paar Monate später wiedersehen, ist klar: Penny und Noah können nicht voneinander lassen. Doch je näher sie sich kommen, desto gefährlicher scheint ihre Leidenschaft für sie und ihre Umgebung zu sein . . . Ist diese Liebe zu groß für sie?



Meine Meinung:
Schade - war das Wort, das mir in den Sinn kam, als ich das Buch beendet hatte. Zur Wahl standen auch noch Lächerlich oder Ernsthaft?. Ich habe mich auf ein Rezensionsexemplar bei Vorablesen beworben - dafür liest man sich die Leseprobe durch, verfasst einen Leseeindruck und hat mit ein wenig Glück bald das Buch im Briefkasten. Das Glück war mit mir und ich begann zu lesen - merkte aber schnell, das mir das Buch mit fortschreitender Seitenzahl immer mehr auf die Nerven ging.

Angefangen bei der Protagonistin Penny. Gleich zu Beginn zeigte sie sich sehr selbstbewusst und feministisch (hier Spiegelt sich wohl der Feminismus der Autorin wieder). Mit der Zeit wurde ihre Art aber sehr anstrengend. Sie war peinlich genau darauf bedacht, keine typischen Klischees zu erfüllen. Weder in ihrer Rolle als Frau, noch in einer Beziehung. Ihr Anti-Mainstream-Einstellung wirkte äußerst gestellt. Aber vor Allem die Tatsache, dass sie ständig erwähnen musste, dass sie gegen dieses und jenes Klischee sei, ließ mich nur schwerlich weiterlesen, ohne mit den Augen zu rollen.

Ihr Freund Noah - der angebliche vorzeige Rockstar - passte in dieser Hinsicht sehr gut zu ihr. Allgemein wirkte er sehr aufgesetzt und unwirklich. Es schien, als hätte die Autorin selbst kein richtiges Bild von ihm vor Augen gehabt, sondern einfach nur Penny kopiert - in männlich. Klar, sie sind seelenverwandt, aber das muss ja nicht gleich heißen, dass man die Charaktere gleich gestaltet.

Insgeheim hatte ich während des lesen immer die Hoffnung, dass nicht Noah ihr Seelengefährte ist, sondern Frank. Frank, müsst ihr wissen, ist die Person in der Geschichte die mich als einzige überzeugt hat. Er war witzig, interessant und schlagfertig. Leider tauchte er aber auch viel zu selten in Erscheinung und auf das, was zwischen ihm und Penny im Raum stand, wurde irgendwann einfach nicht mehr eingegangen.

Zum Verlauf muss ich sagen, dass er sehr ermüdend war. Es plätscherte nur vor sich hin, mit ekligen Liebesschwüren und abstoßenden Gefühlsbeschreibungen:
Ich küsste ihn gierig, tauchte meine Zunge in seinen Mund, versuchte, ihn zu schlucken, um ihn für immer in mir zu haben.
Erst auf den letzten 80 Seiten kam mal ein wenig leben in die Story. Die beiden mysteriösen Gestalten Anita und Rain, welche an geheimen Überwachungen arbeiteten, und zwischen den Kapitel kurze kursive Momente bekommen haben, traten in Aktion und es wurde ein wenig Spannend. Die Spannung kippte dann aber schnell ins Lächerliche und dann war das Buch auch schon zu Ende.

Die Geschichte ist so ausgegangen, wie ich es mir gedacht hatte, worüber ich ganz froh bin. Alles andere wäre albern und nicht vertretbar gewesen. Zwei Punkte gibt es für Frank; für den Schreibstil im Allgemeinen, der zugegebenermaßen sehr bildlich war; und dafür, dass das Ende so ist, wie es ist.

Fazit:
Nachdem die Leseprobe mir so gefallen hatte, war ich sehr enttäuscht vom Rest des Buches. Die Geschichte hielt sich konstant als eine Aneinanderreihung von Treffen zwischen Penny und Noah. Die eigentliche Hauptgeschichte wurde dann kurz in den letzen 80 Seiten abgewickelt, wo es dann auch noch mal spannend wurde. Leider nicht ausreichend, um noch Punkte rauszureichen. Keine Leseempfehlung, außer euch reichen ein paar schnulzige Texte (und mehr nicht) zur Unterhaltung.


Zur Autorin:
© hollybourne.co.uk/
Holly Bourne ist hauptberuflich auf der Seite TheSite.org beschäftigt, wo sie 16-25-jährigen Heranwachsenden bei allen Problemen berät, die man in dem Alter haben kann. Davor hat sie zwei Jahre als Newsreporter beim The Surrey Mirror gearbeitet. Sie hat einen Abschluss in Journalismus von der University of Sheffield, wo sie auch für das studentische Frauenmagazin "Stiletto" schrieb. Sie liebt Harry Potter, Rotwein, Musicals und Feminismus. Was sie nicht mag, sind Ort an denen es zu laut zum reden ist. This is not a live story ist ihr Debüt, an dem sie zwei Jahre schrieb.