[Rezension] Losing it - Alles nicht so einfach (Cora Carmack)

© Egmont LYX
Titel: Losing it - Alles nicht so einfach
Originaltitel: Losing it
Reihe: Losing it #1
Autor: Cora Carmack
Verlag: Egmont LYX
Veröffentlichung: 03. April 2014
Seiten: 320 Seiten
Kaufen: Amazon | Verlag
Genre: New Adult, Romance
Leseprobe?

Challenge: Jahreszeiten Challenge 2014

Klappentext

Bliss Edwards hat die Nase voll. Sie ist 22, steht kurz vor dem Collegeabschluss und hatte - als einzige von all ihren Freundinnen - noch nie Sex. Sie beschließt, das Problem zu beheben, und zwar so schnell und unkompliziert wie möglich - mit einem One-Night-Stand. Doch als es so weit ist, wird sie von ihrer Nervosität vollkommen überrumpelt. Sie flüchtet und lässt den attraktiven Fremden namens Garrick allein (und nackt) im Bett zurück. Und dann kommt alles noch viel schlimmer! Denn schon am nächsten Tag steht sie Garrick erneut gegenüber: Er ist Bliss' neuer Dozent an der Uni...

Die Reihe

#1 Losing it - Alles nicht so einfach
#1.5 Keeping her - Nichts einfacher als das
#2 Faking it - Alles nur ein Spiel
#3 Finding it
#3.5 Seeking her

Meine Meinung

Der Klappentext macht im Prinzip deutlich, auf was man sich einstellen kann. Ein leichtes Collegeleben mit viel Liebeschaos. Tatsächlich empfand ich es auch so. Obwohl Shakespeare immer wieder thematisiert wurde, hielt sich die Geschichte eher einfach und locker gestrickt. So natürlich auch der Schreibstil der Autorin, welche von Bliss' Erlebnissen in der Ich-Perspektive erzählt. 

Über Bliss sollte man wissen, dass sie nicht nur jungfräulich ist, sondern auch ziemlich ängstlich und vorsichtig, was Veränderungen in ihrem Leben betrifft. Macht sie einen Schritt nach vorn, geht sich im nächsten Moment lieber nochmal zwei Schritte zurück. Alle Möglichkeiten - vor allem Auswege - müssen genausten analysiert sein. So ist es natürlich nicht verwunderlich, dass sie den armen Garrick urplötzlich - mit der schlechtesten Ausrede ever - allein im Bett lässt. Sie ist nicht unbedingt unentschlossen, traut sich nur eben nicht.

Auch was ihre Zukunft betrifft, ist sie sich ebenfalls nicht ganz klar, welchen Weg sie gehen möchte. Theater spielen oder doch lieber Regie? Natürlich entscheidet sie sich im Laufe der Geschichte für eine Richtung, und ich möchte behaupten, dass sie sich - seit Garricks Bekanntschaft - dahingehend entwickelt hat, diese - und andere - Entscheidungen zu fällen. Mir gefällt ihr Charakter. Sowohl zu Beginn, als auch am Ende. Mit ihrem leicht tollpatschigen Hang, entstehen nicht selten witzige Situationen, die mich beim Lesen des öfteren amüsiert haben.

Mit Garrick hingegen ist es schwieriger. Gerade zu Anfang schien es, als wäre alles was seine "Sexyness" ausmacht, sein britischer Akzent gewesen. Klar, ein britischer Akzent  i s t  sexy, aber doch nicht ausschließlich. Das erschloss sich mir nicht ganz. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte gewinnt die Figur Garrick nicht gerade an tiefe. Er ist halt einfach da. Mit seinem guten Aussehen, seinem britischem Akzent und seinem Shakespeare. 

Einen Spannungsschlenker gab es dann, als die geheime Beziehung - oder auch nicht Beziehung - der beiden zu einer kurzzeitigen Dreiecksbeziehung wurde. Als Bliss' bester Freund ihr plötzlich seine Liebe gesteht, bin ich zwar nicht aus allen Wolken gefallen, war aber dennoch überrascht. Cade (so heißt der Gute) habe ich direkt lieb gewonnen. Er wirkt auf mich wie das was er sein soll - ein richtig bester Freund eben.

Nicht so Kelsey, die man vielleicht eher nicht als beste Freundin haben möchte. Ihr ist die ganze Geschichte übrigens zu verdanken. Nachdem Bliss ihr gebeichtet hatte, dass sie noch Jungfrau sei, kam Kelsey erst aus dem Lachen nicht mehr raus und schleifte sie dann auch noch in eine Kneipe, um einen Typen aufzureisen und endlich der Jungfräulichkeit abzudanken. Der Inbegriff wahrer Freundschaft eben. Oder eher nicht.

Vielfältigkeit bei den Charakteren also. Die Geschichte im Gesamten ist aber eher ruhig. Es gibt Höhen und Tiefen, ja, aber keine wegen denen man im wahren Leben in die nächste Kaufhalle rennen und das Eisfach plündern würde. Es ist eben eine Geschichte für zwischendurch. Etwas leichtes. Simpel, aber dennoch unterhaltsam. Zum Schluss gab es dann noch eine Leseprobe zu Faking it - Alles nur ein Spiel, welches im Oktober 14 erscheinen wird und das Liebesleben von Cade näher beleuchtet.


Fazit

Auch, wenn mich ein paar wenige Dinge gestört haben, welche die Basis der Geschichte bilden, mochte ich die Geschichte um Garrick und Bliss sehr gern. Es ist eine leichte Lektüre für den kleinen Hunger zwischendurch. Nichts was bedeutungsschwer um Magen liegt, aber trotzdem schön für das Herz.

© coracarmack.blogspot.de

Zur Autorin

Cora Carmack ist irgendwas in den 20ern, und schreibt gern Geschichten über Menschen in den 20ern. Sie hatte bereits viel Jobs: Langweilige (Einzelhandel), Lustige (im Theater), Anstrengende (Lehren) und Traumjobs (schreiben). Sie versetzt ihr Charaktere gern in die seltsamsten Situationen, die möglich sind, und versucht dann ein Freund für sie dabei herauszuschlagen. Auch seltsame Menschen brauchen Liebe.




Ich bedanke mich herzlichst für das Rezensionsexemplar.