[Rezension] Weasels: Donnereiche von Garry Douglas Kilworth

Titel: Weasels: Donnereiche
Originaltitel: Thunder Oak
Autor: Garry Douglas Kilworth
Verlag: Piper
Veröffentlichung: US Original: 1997
Deutsch: 2005, Neuauflage: 12. November 2013
Seiten: 480 Seiten
Kosten: 12,99 € als Taschenbuch
Genre: Fantasy, Animals, Children, YA

Challenge: 5x5 Themen

Kurzbeschreibung:
Die gewieften Wiesel greifen an: Ihr Volk wird von Hermelinkriegern gejagt. Ihre Insel ist vom Untergang bedroht. Und ihre einzige Chance ist es, zu kämpfen – bis zum letzten Wiesel. Die Insel Welkin war einst das Reich der Menschen. Doch seit sie durch ein mysteriöses Ereignis verschwunden sind, haben grausame Hermeline die Herrschaft über Welkin an sich gerissen. Die Regentschaft eines kaltblütigen Prinzen bringt Schrecken und Leid für die Bewohner der Insel. Doch eine Gruppe gesetzloser Wiesel um den gewieften Sylber lehnt sich gegen die Machthaber auf. Die Wiesel fassen den aussichtslosen wie tollkühnen Plan, ihre Welt zu retten. Doch die Hermelinkrieger sind ihnen bereits nahe ...


Meine Meinung:
Sind wir mal ehrlich, Wiesel, Hermeline und Frettchen sind schon wahnsinnig süss, wie sie durch die Gegend eilen, mit ihren schlanken Körpern, den kurzen Beinen, der Stupsnase und den winzigen Ohren. Bei all den Fanatsy-Reihen mit Tieren als Protagonisten, hat die Weasels-Reihe schon einen der höchsten Niedlichkeitsfaktoren. Der war ein Grund für mich, mir Weasels: Donnereiche, im Zuge der 5x5 Themen Challenge, zu schnappen. Warrior Cats mochte ich nie, und der Rest, der zur Auswahl stand (Seeker oder Legende der Wächter), weckte von grundauf schon nicht mein Interesse.

Also dachte ich mir: Hey, niedliche Wiesel sind niedlich. Leider war das aber eine Tatsache, die - für mich - die Geschichte irgendwie seltsam machte. Diese Tiere im Allgemeinen, und die Art wie sie leben. Es wirkt alles so erzwungen, nicht gut durchdacht. Es scheint als würden (mit einen paar Ausnahmen) lediglich die Hermeline in den Behausungen wohnen, die die Menschen verlassen hatten als sie gingen. Wie das jedoch funktioniert, wenn man Hermelinklein ist, darauf wird kaum eingegangen. Ebenso wenig ausgereift sind die Charaktere selbst (ebenfalls mit ein paar wenigen Ausnahmen). Die Aktionen der meisten Weisel der sogenannten Gesetzlosen könnte auch jedes der anderen Wiesel getan haben. Es sind nur sehr wenige Eigenarten oder Charakterzüge erkennbar, welche nur einem bestimmten Weisel zuzuordnen sind. Andererseits gab es aber Figuren, so wie Grind oder der Prinz, die klar herausstachen und immer für Erheiterung sorgten.

Auch bei dem Schreibstil bin ich zwiegespalten. Man erkennt, dass der Autor schreiben kann. Die Wörter und Beschreibungen, die er wählt, sind klasse. Auch die Ideen sind ungewöhnlich gut, nur die Umsetzung hat mich nicht überzeugt. Die Weisel rennen von einem Unglück ins das Nächste - ohne Pause. Ich habe bisher noch kein Buch gelesen, was so ein Tempo vorlegt und gleichzeitig so langweilig sein kann. Aber auch hier muss ich sagen, dass es Szenen gab, die ich gern lesen habe - zwar wenige, aber es gab welche. Zum Beispiel als Grind über Dung philosophiert, oder die Maulwürfe, welche illegale Glücksspiele betreiben. Wahnsinnig gut! Aber eben auch nicht ausreichend.

Fazit:
Hin- und hergerissen. Guter Schreibstil und tolle Ideen, aber schlecht umgesetzt. Wahnsinns Tempo, mit viel Langeweile. Auch die Spannung bleibt auf der Strecke. Trotz kleiner Highlights, konnte es mich leider nicht überzeugen.


Der Autor:
1941 in York geboren, bereiste Garry schon als Kind Länder wie Deutschland, Singapur oder Kenia, da sein Vater bei der Royal Airforce war. Nach einem Abstecher zur RAF arbeitete er ab 1974 als Ingenieur für Telekommunikation. Doch Schreiben war schon immer eine Leidenschaft gewesen. Den Durchbruch schaffte er bereits 1975 bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb der Sunday Times. Bis heute verfasste er rund 120 Kurzgeschichten und 70 Romane in den Genren Sci-Fi und Fantasy. Neben der Welkin Weasels-Reihe ist er auch unter anderen für seinen Roman Attica bekannt. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder und fünf Enkelkinder.