[Rezension] Sieben Tage Glück von S. Felsen

Titel: Sieben Tage Glück
Originaltitel: -
Autor: S. Felsen
Verlag: Selbstveröffentlichung
Veröffentlichung: 27. Mai 2013
Seiten: 208 Seiten
Kosten: 2,99 € als Kindle-Edition
Genre: Ratgeber

Challenge: Find the Cover 2014

Kurzbeschreibung:
Stellen Sie sich vor, Sie sind so frustriert vom Alltag, dass Sie sich erzürnt am Abend hinsetzen und beschließen eine Email zu schreiben, in die Sie Ihren ganzen Unmut abladen: Dass Sie nicht genügend Geld haben, um Ihre Rechnungen zu zahlen, sich im Privatleben einfach kein Glück einstellt und in der Sie die Frage stellen, warum Sie sich das eigentlich jeden Tag erneut antun. Immer wieder der gleicher Trott und keine Besserung in Sicht. Sie senden die Email natürlich nicht ab und legen sich mit Frust über den zu Ende gegangenen Tag ins Bett, bis Sie dann einige Stunden später vom Geräusch einer eingehenden Email auf Ihrem Computer geweckt werden. Intuitiv stehen Sie auf, um nachzusehen, wer Ihnen um diese Zeit geschrieben hat. Sie staunen nicht schlecht, als Sie sehen, dass Ihre Email beantwortet wurde....


Meine Meinung:
Wenn die Beschreibung so vielversprechend klingt, aber man das Buch einfach nur in die Papiertonne werfen will. Dabei fing es gar nicht schlecht an. Das Vorwort des Autors war sympathisch, die Geschichte beginnt normal, aber dann.. plötzlich wird aus der Geschichte ein nicht enden wollender Dialog. Ernsthaft. Reiner Dialog. Das wäre nur halb so schlimm, wenn man nicht auf jeder Seite über Tippfehler stolpern würde. Und es wäre noch viel weniger schlimm, wenn es nicht so wirken würde, als würde man einem dreijährigen den Sinn des Lebens erklären. Auf Vietnamesisch. Ich war froh, dass das Stück nur rund 200 Seiten aufwies. Wären es mehr gewesen, hätte ich sicher eher abgebrochen und mich nicht gezwungen, den Rest zu lesen.

Im Grunde geht es darum, dass einem gezeigt werden soll, dass die Entscheidungen die wir fällen tatsächlich unsere Entscheidungen sind. Wollen wir glücklich sein, müssen wir für uns den Weg finden, der uns tatsächlich auch glücklich macht. Das Prinzip wird anhand eines Baumes recht gut veranschaulicht. Alles beginnt mit der Geburt. Der Stamm symbolisiert unsere Erziehung und Einflüsse, während wir heranwachsen. Diese können wir nicht ändern, weswegen sie fest und gerade in eine Richtung weisen. Irgendwann kommt jedoch der Punkt, an dem wir beginnen unseren eigenen Weg zu gehen - der Baum spaltet sich in Äste, Zweige. Wir haben nun die Möglichkeit einen Weg zu gehen - bei Nichtgefallen, einfach umdrehen und auf einen anderen Ast hüpfen.
Man muss nur den Mut haben, wieder zurück zu gehen an den Punkt, an dem man die Entscheidung traf und sich dann erneut entscheiden. Viele Entscheidungen werden täglich erneut getroffen. Du entscheidest täglich neu, ob Du den Computer anmachst und dich in die Virtualität flüchtest, oder ob Du ausgehst und "echte" Menschen triffst oder kennen lernst.
Es gibt noch weitere Weisheiten in diesem Stück. Dass das Jetzt ein immerwährender Augenblick ist, dass unsere Sicht auf Dinge und unsere Denkweise unsere Realität bestimmt, und so weiter. Bei manchen Menschen mag das ja funktionieren und auch hilfreich sein. Ich allerdings fand es unglaublich öde zu lesen. Auch wenn die Idee dahinter gut ist, war die Umsetzungen grottig.

Fazit:
Ein kleiner Denkanstoß über den Sinn und Unsinn der Routine unseres konsumorientierten Lebens und den Entscheidungen, die wir bewusst aber viel eher unbewusst treffen. Allerdings reichen die ersten paar Seiten aus, um das Prinzip zu verstehen. Danach sollte man das Buch lieber schnell wieder weg legen.