[ARG] #SchwarzeFedern

ARG bedeutet Alternative Reality Games. Hierbei handelt es sich um eine Art der altbekannten Schnitzeljagd. Jedoch jagen die Spieler keine Papierschnipsel oder Sägespäne sondern medienübergreifende Hinweise. Getrieben mit dem Leitspruch This is not a game, taucht man völlig in das Spiel - die Welt - ein und soll dabei außer Acht lassen, dass es sich um ein Spiel handelt. Einen klasse Beitrag dazu gab es beim Spiegel vor ein paar Jahren, in dem ihr mehr zur Entstehung erfahren könnt, und auch ein sehr schönes Beispiel findet. Eines solcher ARGs möchte ich euch hier vorstellen.

Weitere Informationen zum Thema ARGs:


Das Spiel begann damit, dass ein paar ausgewählte Personen eine Schwarze Feder per Post erhielten, in einem durchscheinenden Umschlag. Ohne Absender. Lediglich den Namen Oscar und die Internetadresse das-magische-labor.de waren darauf zu finden. Nach einem Blick auf die Webseite wird schnell klar, hier bahnt sich was an. Wenig später ging es dann auch schon los. Genretechnisch hat das Abenteuer einen Touch von Layton oder Sherlock Holmes. Ich habe es in dem letzten Wochen nur am Rande mitbekommen und fand nun endlich die Zeit, das bisherige Geschehen aufzuholen.

In unregelmäßigen Abständen erhalten die Spieler Hinweise oder neue Informationen, darunter auch so einige Rätsel, welche zum Fortschritt der Geschichte beitragen sollen. Samstags scheint es immer live Ermittlungen von Oscar zu geben, welche man über seinem Twitter-Account verfolgen und vor allem auch dabei mitwirken kann. Als weitere Informationsquelle dient auch die Webseite der örtlichen Zeitung The Story Globe.

Teilnehmen - ob nun aktiv oder als Zuschauer - kann man also indem man Oscar über Twitter verfolgt, und auf seiner Webseite vorbeischaut. Via Twitter wird dafür der Hashtag #SchwarzeFedern verwendet.

Wer mit einsteigen möchte, und wissen will, was bisher geschah, liest bitte hier weiter.



Was bisher geschah...
Alles begann mit einem seltsamen Vorfall in Bath, England. Hier fielen für mehrere Stunden schwarze Federn vom Himmel, welche sich Vogelexperten nicht erklären konnten. Proben wurden nach London zur Untersuchung geschickt und Sir Samuel Propys, Professor für Raum- und Weltenlehre und Autor des Buches Die zwei Welten, wurde als Experte für seltsame Ereignisse zur Beratung hinzugezogen. Auch sein Assistent Oscar, welchen wir begleiten, ist an der Sache interessiert und beginnt in der Bibliothek des Professors Nachforschungen anzustellen.

Plötzlich eine schockierende Nachricht: Ganz Bath ist verschwunden! Zeugen berichten von ungewöhnlichen Lärm und starken Wind. Dann Stille. Auch die Stadt war verschwunden, samt ihren Bewohnern. Ein Gerichtsdiener, der den Ort genauer begutachten sollte, wurde mit zerrissenen Kleidern von einem Bauer aufgelesen. Völlig durcheinander und nicht aussagefähig. Der Professor macht sich ebenfalls auf den Weg, die Ruinen zu untersuchen. Oscar sollte derweil im Labor bleiben, bei den Büchern des Professors. Er überreicht Oscar zu Sicherheit - sollte etwas geschehen - den Schlüssel zu seinem Sekretär. Unschlüssig, ob er auf eine Nachricht des Professors warten, oder einen Blick in den Sekretär werfen soll, tigert Oscar auf und ab.

Schlussendlich siegt jedoch die Neugier und Oscar öffnet den Sekretär. Zu seiner Überraschung hält er das Testament des Professors in Hand, mit einer persönlichen Nachricht an ihn und einen Zitat. Mit Hilfe seiner Kollegen (Spieler in den Kommentaren), stellt sich schnell heraus, dass es sich hierbei um einen Auszug aus dem Gedicht Das verlorene Paradies von John Milton handelt. Oscar landet vor der versteckten Bibliothek des Professors und vor einem weiten Schloss. Es muss ein Passwort gefunden werden.

Mit einer Tasse Tee wartet Oscar nun auf Nachrichten des Professors aus Bath, doch dazu soll es nicht kommen. Nicht direkt. Es klingelt an der Tür und Oscar öffnet einem erschöpften Boten, der ihn wortlos einen Zettel überreicht. Ein Auszug aus einem Polizeibericht. An einem Baum wurden drei Leichen gefunden. Wie aufgespießt auf Ästen, kreidebleich und ohne Blut. Es soll sich hierbei um drei Wissenschaftler handeln, welche aus London nach Bath geschickt wurden. Außerdem steht dort, dass sich die Bewohner aus den umliegenden Dörfern in ihre Häuser verschanzen und von Ungeheuern berichten. Oscar brauchte eine paar Augenblicke, um zu realisieren, dass unter den Wissenschaftlern auch der Professor war. Wie konnte das sein?

Das Ermittler-Team rät Oscar noch einmal ein Blick auf das Testament zu werfen, welches er im Sekretär fand. Doch auch hier bleibt es mysteriös. Drei Umschläge, drei leere Seiten. Geheimtinte? Wie kann man sie sichtbar machen? Auch hier gelang es mit Zusammenarbeit, das Rätsel zu lösen und die Seiten sichtbar zu machen. Doch natürlich wirft es mehr Fragen auf, als es beantwortet. Es ist von einer Lizzy die Rede. Ebenso von Die zwei Welten, wo vor allem auf Details geachtet werden soll. Und die Zahlen 102 tauchen auf. Weitere Hinweise? Außerdem hat Oscar einen Zettel mit der Bitte um ein Treffen bekommen, unterzeichnet mit "L.". Handelt es sich dabei etwa um besagte, jedoch unbekannte Lizzy?

Am nächsten Tag macht sich Oscar auf in den Londoner Hyde Park, um die unbekannt Person "L." zu treffen. Tatsächlich handelt es sich hierbei wie vermutet um Lizzy. Sie erwies sich nur bedingt als hilfreich, legte Oscar jedoch nahe, sich den Zwei Welten zu widmen. Aufgrund des geringen Erfolges, machte Oscar sich auf den Weg in den Club des Professors, um dort nach der Verbindung von Lizzy zum Professor zu forschen. Oscar erfuhr, dass Propys eine "entfernte Verwandte" hatte. Lizzy? Das Ermittlungs-Team vermutet, dass sie seine Tochter gewesen sein konnte. Außerdem brachte das Gespräch mit einem Gentlemen mehr Licht in die Vergangenheit des Professors. Kurz vor Veröffentlichung der Zwei Welten befand er sich auf Forschungsreise. Als er zurückkam, mied er den Club für einige Monate, wurde aber ungewöhnlicherweise im Armenviertel gesichtet. Nie wurde darüber ein Wort verloren und nach Veröffentlichung des Werks, geriert die Sache auch in Vergessenheit. Oscar entschied, sich erstmal Die zwei Welten zu Gemüte zu führen.

Auf Anraten der Kollegen, verglich Oscar seine Version der Zwei Welten mit der aus der versteckten Bibliothek und stieß erneut auf ein Rätsel! Das Buch der Prophezeiung öffnet Sidhe. Sidhe? übernatürliche Wesen? Auch vorher stand die Vermutungen von Kreaturen aus einer anderen Welt in dem Raum, soll daran jetzt etwa tatsächlich etwas dran sein? Es deutet jedenfalls in diese Richtung. Der Verdacht festigt sich, als Oscar auch eine Notiz des Professors zu Thema Sidhe findet.

Inzwischen wird es auch rund um dem ehemaligen Bath immer heikler. Eine örtliche Zeitung berichtet, dass sich unerklärliche Vorfälle häufen. Menschen, die die Region betreten kommen zu schaden oder sterben, Kinder verschwinden nachts spurlos aus ihren Betten, Menschen versuchen sich zu schützen und nageln Knoblauch und rote Schleifen an ihre Türen. Es mangelt an Zeugenaussagen und auch die Polizei und Verwaltung halten sich bedeckt. Oscar beschließt noch einmal in den Hyde Park zu gehen in der Hoffnung, dort auf Lizzy zu treffen.

Selbe Zeit, selber Ort. Und tatsächlich! Lizzy ist dort anzutreffen, auch wenn sie sichtlich nervös wirkt. Sie sagt es sei gefährlich sich mit ihr in der Öffentlichkeit zu treffen, doch er kann ihr Nachrichten in einem Versteck in einem Baum hinterlassen. In dem kurzen Gespräch wird klar, dass die Spur der Sidhe richtig war. Auch das Buch der Prophezeiungen soll ein wichtiger Hinweis sein. Jedoch eröffnet Lizzy ihm gleich, dass er diesmal mit Wärme nicht weiterkommt, um die leeren Seiten des Buches zu lesen. Hierfür wird eine Sidhe benötigt. Oder alternativ ein Sidhe-Gegenstand. Doch bevor er weitere Fragen stellen kann, ist Lizzy bereits verschwunden, hinterlässt jedoch ein Stofftuch mit gestickten Federn drauf.

Entgegen der Erwartungen, ist es nicht Lizzy's Stofftuch, welches das Buch lesbar macht, sondern eine der schwarzen Federn, welche über Bath gefallen sind. Doch direkt lesbar ist es dennoch nicht, denn sichtbar wird eine seltsame Sprache. Den Ermittlern gelang es schnell, diese Sprache zu entziffern und die einzelnen Auszüge zu übersetzen. Fraglich ist jedoch noch immer der Sinn der Prophezeiungen.

In der Zwischenzeit bekam Oscar Besuch von der Polizei, welche ihm nach seiner Verbindung zu Lizzy befragte. Ihm ist schleierhaft wie die Polizei Wind von ihr bekam. Sie wollten ihm keine weiteren Information zu dem Status von Bath sagen, jedoch wird gemunkelt, dass das Militär mittlerweile in der Sache involviert ist. Oscar wiederum erzählte der Polizei nichts von Lizzy, nahm sich jedoch vor, ihr eine Nachricht zukommen zu lassen, dass sie gesucht wird.

Am nächsten Tag stellte sich heraus, dass Soldaten tatsächlich in das Gebiet geschickt wurden. Dies berichtet The Story Globe. Es wurde ein Notizbuch eines Wissenschaftlers gefunden, mit Schriften, welches auf ein "Verbotenes Volk" schließen lässt. Oscar ist sich sicher, dass er sich hierbei um Aufzeichnungen des Professors handeln muss. Er berichtet von einem Tor, dass sich aufgemacht hat und Kreaturen in die Welt ließ. Die Hinweis auf Sidhe werden immer realer. Irgendwie muss Oscar an das Notizbuch herankommen.

Eine der Prophezeiungen wird war! Waffen sprechen. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen den Sidhe-Wesen und der Armee. England befindet sich im Krieg. Oscar überlegt weiterhin fieberhaft, wie er an mehr Informationen aus dem Notizbuch kommt. Vielleicht erfährt er aber auch mehr von dem Boten, welcher ihm vor Wochen die Information über den Tod des Professors brachte.

Oscar führte es noch einmal in den Park. Zum Glück war auch Lizzy wieder dort. Oscar zeigte ihr die Notiz, welche er zuvor von der Journalistin des Story Globe bekommen hatte, als er mit ihr korrespondierte. Lizzy war sichtlich beunruhigt. Sie erkannte die Schrift des Professors und erzählte, dass sie vermutlich verwandt mit ihm war. Er brachte sie vor 20 Jahren aus Schottland mit und versorgte sie seitdem. Ihre Mutter sei allerdings unbekannt. Lizzy hoffte aus dem Notizbuch mehr zu erfahren. Oscar und das Team konnten Lizzy schlussendlich überzeugen, mit ihnen ins Labor zu gehen, um weitere Nachforschungen anzustellen. Sie müssen Lizzy helfen!

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