[Rezension] Elfenwinter von Bernhard Hennen

Titel: Elfenwinter (Die Elfen #2)
Originaltitel: Elfenwinter (Die Elfen #2)
Autor: Bernhard Hennen
Verlag: Heyne
Veröffentlichung: 05. Dezember 2005
Seiten: 896 Seiten
Kosten: 14,00 € als Taschenbuch
Genre: High Fantasy, German Literature

Challenge: Jahreszeiten Challenge 2014

Bernhard Hennen arbeitete nach einem Studium der Germanistik, Archäologie und Geschichte beim WDR als Rundfunkjournalist. Zeitgleich wirkte er als Redakteur für eine Fantasy-Zeitschrift und verfasst viele Geschichten zum Rollenspiel Das schwarze Auge. Seinen ersten Schritt als Romanautor machte er mit Wolfgang Hohlbein in der Trilogie Das Jahr des Greifen, mit dem er auch eine starke Freundschaft pflegt. Derzeit wohnt er mit seiner Familie in Krefeld.

Beim sagenhaften Fest der Lichter sollen die Fürsten aller Elfenstämme Albenmarks die Macht der schönen Elfenkönigin Emerelle bestätigen. Doch unter der glitzernden Oberfläche der Feierlichkeiten schwelen Unzufriedenheit und Machtgier, und das Fest der Freude wird zu einer Nacht des Schreckens…

Fünf Jahre ist es nun schon her seit ich Die Elfen von Bernhard Hennen zum letzten Mal gelesen habe, doch eine Zusammenfassung aus dem Internet hat gereicht, um die Geschichte aus Elfenwinter zeitlich einordnen zu können. Bei der Elfen Reihe ist es nämlich so, dass alle Folgebände (Elfenwinter, Elfenlicht, Elfenkönigin, Elfenritter) zwischen dem Zeitfaden des ersten Buches einzuordnen sind. So teilt sich das erste Buch in 3 Teile und dazwischen spielen dann die "Fortsetzungen". Elfenwinter ist der erste dieser Zwischenspiele.

Wir begleiten in Elfenwinter (hauptsächlich) drei Personen unterschiedlicher Herkunft. Den Elfen Ollowain, seines Zeichens Schwertmeister der Königin, den Menschen Alfadas Mandredson, Jarl von Firnstayn, und den Troll Orgrim, angehender Schiffeversenker. Hin und wieder passiert die Story auch aus der Sicht von anderen Figuren. Man kann den Erzählstil also als Allwissend bezeichnen. Eine Methode die verwirren kann, wenn man es falsch macht. Doch nicht Bernhard Hennen. Er schrieb die Szenen in einem angenehmen Rythmus, mit kleinen bis medium großen Cliffhanger am Ende vieler Kapitel. Diese Gesamtheit hat mich auch in Die Elfen immer weiter lesen lassen.

Dennoch sollte gesagt sein, dass seine Bücher nicht für jedermann sind. Es handelt sich hier um High Fantasy. Vorzugsweise für Erwachsene. Ich habe oft gelesen, dass die teilweise brutalen und grotesken Szenen nicht für alle Mägen gemacht sind. Auch ich erinnere mich gut an eine Szene, bei der ich am liebsten das Buch zugeklappt hätte. Doch das gehört dazu. Das ist Bernhard Hennen. Und ich liebe es. Manchmal brauch ich was anderes als YA-Paranormal-Schickschnack-NeueKomischeGenre-Genre und dann lese ich High Fantasy.

Alles in allem muss ich sagen, dass mir das Buch sehr gefallen hat. Es war schön nach so langer Zeit mal wieder in Firnstayn und Albenmark zu sein. Auch wenn mir der erste Teil mehr zugesagt hat, habe ich diesen genossen. Die nächsten stehen seit Jahren im Schrank, und mit Elfenlicht gehts weiter, wenn mir wieder der Sinn nach schlachtenden Trollen, hübschen Elfen und rauen Menschen steht.