[Rezension] Chicagoland Vampires: Mitternachtsbisse von Chloe Neill

Titel: Chicagoland Vampires: Mitternachtsbisse
Originaltitel: Twice Bitten
Autor: Chloe Neill
Verlag: Egmont LYX
Veröffentlichung: 12. Januar 2012
Seiten: 407 Seiten
Kosten: 9,99 €
Genre: Paranormal, Urban Fanatsy, Vampires

Challenge: 5x5 Themen

Mitternachtsbisse ist der dritte Band aus der Chicagonland Vampires Reihe. Gelesen an zwei Tagen, trotz Vollzeitarbeit. Keine Ahnung wie ich das gemacht habe. Was ich aber weiß ist, warum: Merit. Eine Frau Vampirin zum niederknien!

Ebenfalls zum niederknien ist: Chloe Neill, im Süden der USA geborgen, lebt nun mit Mann und Hunden im Mittleren Westen. Wenn sie nicht Merits Geschichten zu Papier bringt, vertreibt sie sich die Zeit mit Backen, Arbeiten und das Internet nach guten Rezepten und großartigen Grafikdesigns durchforsten.


Die Reihe

 #03 - Mitternachtsbisse
#05 - Ein Biss zu viel
 #06 - Eiskalte Bisse
#07 - Für eine Handvoll Bisse
#08 - Sehnsuchtsbisse (DE Jul 14)
#8.A - High Stakes (Luc & Lindsay
#8.B - Das Herz des Tigers (Jeff & Fallon) (DE Aug 14)
#09 - Teuflische Bisse (DE Feb 15)
#10 - Blood Games (US Aug 14)
#11 - Dark Debt (US Mar 15)
#12 - tba
#13 - tba


Wie in der Reihe üblich, schließt Band Drei an die Ereignisse des Vorgängers an. Undzwar nahtlos. Am Ende des zweiten Buches bekam Merit eine Einladung zum Buckingham-Brunnen in den Grand Park zu kommen. Am Anfang des dritten Buches befindet sie sich im Auto auf den Weg dorthin. Doch das soll nicht Merit's einziges Rätsel sein. Die Rudel der Formwandler versammeln sich für ein Treffen in Chicago, um über deren Zukunft zu entscheiden. Doch jemand hat es auf Gabriel, den Rudelführer, abgesehen und Merit wird als Security engagiert. Schon bald befindet sie sich im Echo eines Krieges, der schon seit Jahrhunderten wütet.
Weihnachtstischdecke \o/

Ich muss nicht sagen wie sehr ich dieses Buch genossen habe und wie gern ich von Merit lese. Das habe ich bereits die letzen Male getan. Wichtig zu sagen ist, das sich am Stil nichts verändert hat. Das Buch liest sich immer noch sehr flüssig, die Charaktere sind durchdacht und handeln/reagieren nachvollziehbar - obwohl es keine Menschen sind. Es fließt so viel Sarkasmus, Witz und Charm in den Dialogen, dass ich das Buch einfach nicht weglegen konnte.

Obwohl ich kein Vampirfreund bin - wirklich nicht - kann ich diese Reihe nur empfehlen. Man wird nicht mit Klischees beschmissen bis zum erbrechen - und wenn dann nicht mit den Uncoolen, und auch nur dezent. Dadurch, dass Merit ihre Menschlichkeit beibehalten hat, erscheint die Geschichte auch gar nicht so vampirisch. Im Gegenteil. Merit ist so unglaublich normal, wie wir es sind. Und die hat eine ganz liebenswerte Eigenschaft: Ihre Liebe zum Essen.
"Ich habe noch kalte Pizza da, wenn du möchtest", sagte sie, "aber ich warne dich, sie ist ein wenig ... anders."
[...]
"Wie anders kann sie schon sein?", fragte ich.
Mallory stellte die Schachtel auf der Insel ab und klappte sie auf.
Ich starrte die Pizza an und versuchte nachzuvollziehen, was genau er der Pizza angetan hatte. "Ist das Sellerie? Sind das Möhren?"
"Und Kartoffelbrei."
Es fühlte sich an, als ob ich noch einmal abserviert würde, aber diesmal von etwas, von dem ich mir niemals hatte vorstellen können, dass es mir wehtun würde. Ich sah Mallory verzweifelt an und deutete dann auf die Pizza vor uns. "Ist das eine Erbse? Auf einer Pizza?"
[...]
Ich sackte in mich zusammen, und meine Stimme klang bockig. "Aber ... es ist eine Pizza."
Ein dicker Pluspunkt des Vampirdaseins ist der Stoffwechsel. Und das kostet Merit so richtig aus. Hot Dogs während einer Besprechen im Büro ihres Chefs. Chunky Monkey Eiscreme mit der besten Freundin. Asiatisch im Büro ihres Großvaters. Eine Pizza auf dem Weg nach Haus. Und ein Doppelcheeseburger geht auch immer. Da könnte man als Leser schon fast neidisch werden. Doch sie isst nicht nur, sie genießt es. Augen zu, es auf der Zuge zergehen lassen, und fröhlich quicken.
Ich sollte wieder trainieren, also stand ich auf und ging kurz zur Küche, um mir Orangensaft, Blut und einen Donut mit Speck und Ahornsirupglasur mitzunehmen. Ja, richtig gelesen. Speck. Und Ahornsirup. Auf einem Donut.
Ist sie nicht wundervoll?
Wie gesagt, für alle die auf Vampire stehen, ein Muss! Für alle anderen ... werft mal einen Blick rein. Zieht euch in Thalia für 15 Minuten auf ein Sessel zurück und schnuppert in den ersten Seiten. Tut es Merit und den Donuts mit Speck zuliebe.