[Abgebrochen] Blind Date mit einem Vampir von Katie MacAlister

Titel: Blind Date mit einem Vampir
Originaltitel: A Girl's Guide to Vampires
Autor: Katie MacAlister
Verlag: Egmont LYX
Veröffentlichung: 09. August 2012
Seiten: 480 Seiten
Kosten: 5,00 € (Jubiläumsausgabe)
Genre: Vampires, Paranormal Romance, Chick Lit, Urban Fanatsy

Mit weinendem Auge und blutendem Herzen, rufe ich eine neue Kategorie ins Leben, namens Abgebrochen. Wie man vermuten kann, handelt es sich hierbei um Bücher, welche man nicht mehr weiter liest - aus Gründen.

Nach 273/480 Seiten abgebrochen habe ich: Blind Date mit einem Vampir von Katie MacAlister. Und es tut mir in der Seele weh, da eine Lesefreundin die Serie liebt, und sie mir ans Herz gelegt hat.


Schon ab der ersten Seite quälte ich mich zu 90% durch die Geschehnisse. So ziemlich jeder Punkt, den man nennen könnte, hat mir in diesem Buch missfallen. Angefangen bei den Charakteren, über deren Beziehungen, der allgemeine Plot, Spannungsbogen, bis hin zum eigentlichen Schreibstil. Es war einfach nur schlimm. Wie ein Autounfall. Doch ich hatte nicht aufgeben wollen, da ich es nicht mag, Bücher abzubrechen. Ich hatte die Hoffnung, dass es irgendwann besser wird. Aber nach der Sexszene zwischen der Protagonistin und ihrer großen Liebe Raphael, von dem sie in Prinzip auch nicht mehr wusste als seinen Namen und Arbeitsort, als sie sich die ewige Liebe schworen - 'schuldigung, aber das ist  n i c h t  romantisch - ja, an diesem Punkt, habe ich das Buch dann weggelegt, mit der Vermutung, das das wohl der schlechteste Sex auf Papier ist, der jemals geschrieben wurde. Fremdschämen, nannte es meine liebe Debs, der ich die Stelle gezeigt hatte, kurz bevor sie sich virtuell erbrach.

Aber der Reihe nach. Wir haben da die Protagonistin Joy und ihre "beste" Freundin. Beste in Anführungszeichen, da ich der Meinung bin, wer solch eine beste Freundin hat, brauch keine Feinde. Die zwei streiten ständig. Andauern. Aufs mieseste. Und zwar nicht solche Du-hast-das-letzte-Stück-Pizza-gegessen-Steits, sondern die richtig fiesen Touren. Beschuldigungen, Rufmord, und alles auf einer präpubertären Ebene. Einzeln genommen, sind die beiden noch viel schlimmer. Doch die Kerle in der Geschichte kommen auch nicht besser bei weg.

Die Story an sich. Welche Story? Ich habe das Buch bei ca 60% beendet, und bisher war noch keine richtige Story erkennbar. Die beiden Mädels sind in den Urlaub nach Tschechien geflogen, um den Ursprung der mähischen Vampire auf den Grund zu gehen, welche sie aus den Romanreihe eines Autors haben, welcher ebenfalls in Tschechien wohnt. Diesen Autor lernen sie natürlich auch direkt im Hotel kennen, ohne zu wissen wer da vor ihnen steht. Ebenso wie ein paar andere Gestalten, welche sich natürlich alle in die Protagonistin verlieben. Sie verliebt sich in den einen, schäkert mit dem anderen und ist aber sowieso noch auf der Suche nach den einen Vampir, welcher ihr "versprochen ist". Für mich kam bisher noch keine Spannung auf - an keiner Stelle.

Nur Fremdscham, wie Debs es passend formulierte, denn das Buch ist voller Klischees. Ob es jetzt Klischees über Vampire sind, über Nationalitäten oder Subkulturen - von allem wird sich an den schlimmsten Vorurteilen bedient. Man möchte die Autorin mit ihren eigenen Büchern bewerfen, welche vorher angezündet wurden.

Ähnlich wie bei der Göttlich-Reihe letztens, kann ich den Erfolg einfach nicht nachvollziehen. Vielleicht bin ich durch die Chicagoland Vampires Reihe auch einfach zu verwöhnt, das kann natürlich auch sein. Nichtsdestotrotz, möchte ich dieses Buch niemanden empfehlen. Nicht einmal zum probieren.