[Rezension] Zombifiziert, Band 1: Tag Null von Fabian Lutz



Titel: Zombifiziert, Band 1: Tag Null

Originaltitel: Zombifiziert, Band 1: Tag Null
Autor: Fabian Lutz
Verlag: Instant Books (Carlsen)
Veröffentlichung: 08. August 2013
Seiten: 94 Seiten
Kosten: 1,99 € als Kindle-Edition
Genre: Zombies, Horror, Post Apocalyptic

Band 1 von Zombifiziert ist eins der vielen vielen kostenlosen eBooks, die ich mir hin und wieder auf Lorn, meinem Kindle lade. Mittlerweile ist es nicht mehr gratis, aber Anfang November war es das noch. Ein weiterer Beweis dafür, dass man als Kindle-Nutzer immer mal wieder auf Amazon nachschauen sollte :)


Fabian Lutz ist 1970 in Würzburg geboren und lebt derzeit in Berlin und Kürn, in Bayern. Er begann seine Schreibkarriere bereits in den 90ern mit Kurzgeschichten in der Süddeutschen Zeitung und publizierte seitdem in Online sowie Print Medien. 2011 veröffentlichte er seinen ersten Roman Unterm Mistral und begann im August 2013 die Zombie-Serie in Carlsens eBook Verlag Instand Books. Neben dem Schreiben ist er seit mehr als 15 Jahren selbstständiger PR Berater und Medientrainer.



Felix, Reporter bei der Woche, ist für einen Artikel, aber auch für sich selbst, auf der Suche nach einem verschwundenen Freund, Tim, Junoir-Chef der Zucker-AG. Der Fall scheint rätselhaft, und irgendwas stimmt da ganz und gar nicht. Das denkt sich auch Marti, eigentlich Martinek, Arbeitskollege von Felix, welcher wiederum Felix' plötzliches Verschwinden untersucht. Beunruhigender wird es, als er auf dem Weg zum Flughafen keiner Menschenseele begegnet. Auch der Strom und Handynetze sind verschwunden. Dafür gibt es Straßensperren, bestückt mit Panzern der Bundeswehr und Natodraht. Was ist passiert? Und wo sind die Menschen hin?

Zombifiziert beginnt mit einem Prolog, der den direkten Ausbruch des Hanta Virus in der Bevölkerung zeigt. Der Deutschen Bevölkerung. Danach geht es direkt los mit zwei Zeitstreifen: DAVOR, wo wir Felix folgen, und DANACH, Martis Erlebnisse. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Tonbandaufnahmen von Zeugenaussagen oder Pressemitteilungen. Tatsächlich dauerte es eine Weile, bis ich mich an den fixen Wechsel gewöhnt hatte, jedoch machte es die Story dann umso interessanter. Sie hatte immer mal wieder kleine Cliffhanger innerhalb des Buches, wodurch ich automatisch weiter gelesen hatte. Mir wurde beim lesen nicht langweilig.


Das mag sicher aber auch am Schreibstil des Autors liegen. Fabian Lutz erzählt sehr nüchtern, direkt und in kurzen Sätzen - was mir persönlich gefällt. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass viele Leser dieser Erzählweise nichts abgewinnen können.

So bewaffnet suchte er Zimmer für Zimmer im Erdgeschoss ab. Das Wandtelefon neben der Eingangstür machte keinen Pieps, die Leitung war tot. Vorsichtig legte er den Hörer zurück auf die Gabel und stieg leise die Treppen zum ersten Stock hinauf. Oben verwandelte sich seine Unruhe in Paranoia. Seine Schritte auf dem dicken Teppich kamen ihm absurd laut vor. Er ertappte sich dabei, wie er sich seltsam geduckt bewegte, wie Quasimodo. Den Lampenfuß hielt er dabei als Schlagstock auf Schulterhöhe. Vor lauter Anspannung musste er kichern.
Über die Charaktere lässt sich im Augenblick noch gar nicht so viel sagen. Von den 94 Seiten, sind vielleicht 50 reine Geschichte (ohne Prolog). Ich würde sogar sagen, dass der Storyteil des eBooks zu kurz ist, um als Einleitung der Geschichte herzuhalten. Vielmehr haben wir hier eine Einleitung der Einleitung. Wenn auch eine Lust-auf-mehr machende Einleitung der Einleitung.

Ich selbst habe definitiv Lust auf mehr, und bin froh, dass es bereits drei weitere Bände gibt. Anfang Dezember erscheint dann Teil 5. Meine Wertung fällt deshalb ins obere Mittelmaß, da man einfach noch zu wenig zur Geschichte - zur Einleitung der Einleitung - sagen kann, es aber interessant genug ist, um weiter zu lesen.