[Rezension] Wildnis: Thriller Band 1 von Valentin Zahrnt

Titel: Wildnis: Thriller - Band 1
Autor: Valentin Zahrnt
Verlag: Selbstveröffentlichung, Qindie
Format: eBook
Veröffentlichung: 11. Mai 2013
Seiten: 218
Kosten: 0,89 € als Kindle-Edition

Im Zuge meiner neunten Leserunde auf LovelyBooks kam ich in den Genuss Wildnis: Thriller Band 1 zu lesen. Für Band 2 habe ich mich bereits "eingeschrieben" und Band 3 ist ebenfalls schon erhältlich.

Die Trilogie:
Wildnis: Thriller - Band 1
Wildnis: Thriller - Band 2
Wildnis: Thriller - Band 3

Valentin Zahrnt veröffentlichte vor der Wildnis Trilogie bereits einen Thriller namens Entfesselt. Er ist nicht Hauptberuflich Autor, aber voller Leidenschaft dabei.

Wildnis - Band 1 lässt uns - wie sollte es bei dem Titel auch anders sein - in die Wildnis ziehen. Auf diese Reise begleiten werden uns eine Gruppe Jugendlicher, welche frisch ihr Abitur in den Taschen haben und sich mit einem Abenteuerurlaub belohnen wollen.
Drei Jungs, drei Mädels, ein Haus in der Abgeschiedenheit Alaskas - da ist Spannung vorprogrammiert. Doch sind sie wirklich so allein, wie sie denken?


Wildnis befindet sich zu Recht im Genre Thriller. Während des Lesens gab es viele Momente, in denen ich nervös auf dem Sofa hin und hergerutscht bin - sehr zur Belustigung meines Mannes. Vielleicht liegt es daran, dass ich neu im Thriller & Krimi Genre oder allgemein schnell zu ängstigen bin, aber für mich hat Wildnis als Thriller voll und ganz funktioniert! Ich bin begeistert!

Der Schreibstil des Autors liest sich sehr angenehm und flüssig. Zwar ist der Anfang etwas zäh, doch legt sich das recht schnell wieder, wenn dann das Abenteuer beginnt. Die Dialoge wirken natürlich, jugendlich, und die Charaktere sind jeder für sich verschieden. 

Besonders gelungen ist die Entwicklung der Charaktere, ausgelöst durch geschichtliche Umstände. Jede Person reagiert anders auf die Geschehnisse, und unter den Reaktionen ist alles dabei - von Verzweiflung über Stärke bis Aggression. Hierbei lässt sich natürlich streiten, ob die daraus resultierenden Handlungen tatsächlich nachvollziehbar sind. Für mich steht fest, dass unter den Umständen alles möglich ist, und man bei den verschiedenen Personen auf alles gefasst sein muss.

Als Leser kommt man in die Bedrängnis, nicht zu wissen, von wem die Bedrohung ausgeht - ob von außen oder doch den eigenen Reihen? Jan, aus dessen Sicht wir die Geschichte verfolgen, muss sich ebenfalls fragen, wem er trauen kann und wem nicht.

Die Geschichte spielt natürlich stationär. Wir haben das Haus, in einem Tal, umringt von Wald, Gebirgen und einem See. Genau das was man im Kopf hat, wenn man an Alaska denkt. Die Umgebung wird anschaulich beschrieben, wodurch man ein gutes Bild von Haus und Peripherie bekommt.

Mein persönliches kleines Highlight war eine bestimmte Szene (an dieser Stelle nicht detaillierter benannt), welche mich wiederum an eine Szene aus Far Cry 3 (das Game) erinnert hat - vermutlich wissen die Wenigstens jetzt, wovon ich rede. Diese Szene (im Buch), obwohl äußerst grausam, war in einer Weise wiedergegeben, wie ich es so bisher nicht in einem Buch gelesen hatte. Allein deswegen schon eine Lesung wert.

Was soll ich noch mehr dazu sagen? Lest es! Mich hat es begeistert und ich freue mich auf Band 2 und 3!