[Rezension] Dein Kuss in meiner Nacht von Cathy McAllister

Titel: Dein Kuss in meiner Nacht
Autor: Cathy McAllister
Verlag: Carlsen Impress
Format: eBook
Veröffentlichung: 08. August 2013
Seiten: 227
Kosten: 3,99 € als Kindle-Edition

Dein Kuss in meiner Nacht ist Teil 1 der Shadowcaster-Reihe von Cathy McAllister. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde (meine sechste) von LovelyBooks lesen. Teil Zwei erscheint Anfang Oktober und trägt den Titel Dein Lächeln in meiner Dämmerung.

Cathy McAllister veröffentlichte unter ihrem Pseudonym bereits unzählige Bücher in Eigenregie. Die Shadowcaster-Bände sind ihre ersten Werke im Carlsen Impress Verlag. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Westafrika, lebt die deutsche Autorin nun mit ihrer Familie in Großbritannien.


Dein Kuss in meiner Nacht ist der Auftakt zur Shadowcaster-Reihe und erzählt von Faith - einer nicht ganz so typischen Protagonistin. Denn Faith gilt an ihrer Schule als "anders". Mit "ein paar Pfunde zu viel auf den Hüften" und widerspenstigen roten Haaren, ist ihr das allerdings auch durchaus bewusst. Plötzlich taucht ein neuer Typ an der Schule auf, Cole, und zieht sofort die Blicke alle Mädchen auf sich. Doch entgegen ihrer Erwartung, schenkt er den Cheerleadern keine Beachtung, sondern richtet seine Aufmerksamkeit lieber auf Faith, welche sich im siebten Himmel fühlt. Doch plötzlich verschwindet eine Schülerin und Faith beginnt an Cole zu zweifeln.

Die Grundgeschichte - Jäger des Bösen aus einer anderen Welt - ist natürlich nichts neues, dennoch ist diese Variante sehr interessant. Mir gefiel die Story an sich sehr und prinzipiell gesehen bin ich neugierig wie die Geschichte um Faith weitergeht, jedoch bin ich mir noch nicht sicher, ob ich die kommenden Teile lesen werde. Aus dem einfach Grund, dass mir die Schreibweise der Autorin nicht zusagt. Ich habe das schön des öfteren bei Werken von Cathy McAllister erlebt, dass die Stories interessant sind, aber die Lust am Lesen eher mäßig, weil sie - nach meinem Empfinden - nicht gut umgesetzt ist.

Die Charaktere sind gut beschrieben, man bekommt sofort ein Bild von ihnen. Allerdings sind ihre Handlungen oft nicht nachvollziehbar. Ebenso agieren einige zu übertrieben - Cole's Liebesgeständnisse und Cherryl im Allgemeinen, als Beispiel. Es gibt Stellen, da fehlen einem die Informationen, welche an anderen Stellen in einer überschwemmenden Flut gegeben werden. Ebenfalls störend am Lesefluss sind die Tippfehler, wovon es mehr als eine Handvoll gibt. Eigentlich ein Unding, bei einem Roman eines Verlages. Durchaus vorstellbar bei Selbstveröffentlichung, aber bei Veröffentlichung innerhalb eines Verlages sollte das nicht passieren.

Was mir jedoch gefallen hat, war zum einen natürlich das Cover, und die Figur Faith, weil sie eben nicht die typische Topmodel-Heroine ist, sondern ein unscheinbares, kurviges Mädchen mit jeder Menge unberechtigter Selbstzweifel. Das sollte es tatsächlich öfter mal geben.