[Rezension] Zeitgenossen - Gemmas Verwandlung von Hope Cavendish

Titel: Zeitgenossen - Gemmas Verwandlung
Autor: Hope Cavendish
Verlag: Selbstveröffentlichung via Amazon
Format: eBook, Print-Ausgabe
Veröffentlichung: 08. August 2013
Seiten: 225
Kosten: 3,99 € als Kindle Edition

Zeitgenossen - Gemmas Verwandlung ist der erste Band einer Reihe, welche vermutlich mindestens 5 Bände umfassen (laut Autorin) wird. Ich habe es auf LovelyBooks in meiner dritten Leserunde entdeckt und lesen dürfen. Neben den Romanen gibt es Zusatzinformationen auf der Zeitgenossen-Seite. Der Titel für Band 2 wird Kampf gegen die Sybarites lauten.

Hope Cavendish ist das Pseudonym unter dem die deutsche Autorin die Reihe Zeitgenossen schreibt und selbst veröffentlicht.
Hope hat bereits als Kind viel gelesen und später auch geschrieben. Als mit Twilight Vampire wieder in Mode kamen, fragte sich sie, was sie an Vampiren fasziniert. Es war die Unsterblichkeit. So nahm sie das Schreiben wieder auf und die Zeitgenossen entstanden.

In Zeitgenossen begleitet man Gemma durch die Jahrhunderte. 1599, in London, macht Gemma ein paar Erledigungen am Hafen, als sie von einer Gruppe Vampire angefallen wird. Viscount Giles Arlington findet die Sterbende und sieht keine andere Möglichkeit, als sie zu Verwandeln. Zuerst nicht begeistert, muss sie sich jedoch damit arrangieren und wird von Arlington im Vampirdasein unterrichtet - vorallem dem Jagen von Wildtieren, um auf Menschenblut verzichten zu können. Doch Arlington scheint nicht ehrlich zu ihr zu sein, weswegen sie weiter nach Norden zieht. Es warten neue Probleme auf sie, aber auch neue Freundschaften.

Bei Zeitgenossen handelt es sich um keinen typischen Vampirroman. Anders als bisher, steht hier die Unsterblichkeit im Vordergrund. Wie muss es wohl sein, wenn die Welt um einen herum sich im Laufe der Jahrhunderte verändert? Wie sehr verändert man selbst sich dabei? Oder schafft man es dennoch, sich im Grunde treu zu bleiben? (Zitat, Hope Cavendish). In Folge dessen, liest man nicht nur Gemma's Leben, sondern auch über derzeitige reale geschichtliche Umstände, welche durchaus auch einen Lerneffekt haben können. Desweiteren fliegt die Zeit natürlich nur so dahin und somit kommt man im ersten Band auf rund 100 Jahre von Gemmas "Lebenszeit".

Aus diesen beiden Gründen, gab es für mich Stellen indem mir die Spannung fehlte. Ich kann aber auch nachvollziehen, dass man mit solch einem System keine andauernde Spannung halten kann. Nichtsdestotrotz ist die Grundidee, einen Vampir über die Jahrhunderte zu begleiten sehr interessant - gerade durch den geschichtlichen Aspekt - dass die Seiten nur so dahinfliegen und man ruckzuck durch ist. Dazu trägt natürlich vorallem der Schreibstil der Autorin bei, welcher sich gut und flüssig liest. 

Die Charaktere treten glaubwürdig auf und werden gut in die Geschichte eingefügt. Highlight ist und bleibt jedoch das Setting. Meiner Meinung nach die größte Stärke der Autorin. Die Umgebung um Gemma herum ist wunderbar und zeitgenau beschrieben. Hope Cavendish verbringt sehr viel Zeit mit Recherchen zu Zeitgenossen und das merkt man auch. Sie bringt Ereignisse, Figuren und Orte in die Geschichte, welche es tatsächlich gegeben hat und somit wirkt Zeitgenossen schon fast Autobiografisch

Für mich hat sich auch diese Leserunde wieder gelohnt und Zeitgenossen werde ich definitiv ebenfalls weiterverfolgen.